Wil West

Transparente Information – offener Dialog

Hier finden Sie oft gestellte Fragen und Antworten zum Vorhaben Wil West.

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Die Gesamtkoordination für die Verkehrs- und Tiefbauinfrastrukturanlagen liegt beim kantonalen Tiefbauamt Thurgau, weil das Areal weitgehend auf Thurgauer Gebiet liegt. Der Kanton St. Gallen ist wichtigster Grundeigentümer und wirft seine Kompetenzen der Fachstellen ins Projekt ein.

Für den Autobahnanschluss Wil West ist das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zuständig. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist wegen der Verlegung der Frauenfeld-Wil-Bahn involviert und das Bundesamt für Raumentwicklung befasst sich mit der Beurteilung des Projektes im Rahmen des Agglomerationsprogramms.

Das Agglomerationsprogramm ist ein Planungsinstrument und soll gemeinde-, zum Teil auch kantons- und landesübergreifend die Verkehrssysteme der Agglomerationen verbessern und die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung koordinieren. Dazu legen die Trägerschaften das Zukunftsbild für die Agglomerationsentwicklung fest und erarbeiten entsprechende Strategien und Massnahmen. Mit dem Agglomerationsprogramm stellen die Trägerschaften einen Antrag auf Bundesbeiträge für ihre Verkehrsinfrastrukturen.

Siehe dazu auch Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung: http://www.are.admin.ch/themen/agglomeration/00626/01680/index.html?lang=de  

Agglomerationsprogramme unterliegen in der Regel einem Vierjahreszyklus. Die 1. Generation wurde Ende 2007 eingereicht und 2008 vom Bund bewertet. Ende 2010 gab das Parlament die Bundesmittel für die Etappe ab 2011 frei. Die 2. Generation wurde bis Mitte 2012 eingereicht und 2012 / 2013 vom Bund bewertet. 2014 gab das Parlament die Bundesmittel für die Etappe ab 2015 frei. Die 3. Generation wurde Ende 2016 beim Bund eingereicht und wird 2017 vom Bund bewertet. Die Genehmigung der Agglomerationsprogramme, 3. Generation durch das Bundesparlament ist Mitte 2018 vorgesehen.

Nachdem das Agglomerationsprogramm Wil der 1. Generation abgelehnt wurde, hat der Bund das der 2. Generation akzeptiert. Von verschiedenen Stellen wurde es als wegweisend gelobt. Ein Hauptkritikpunkt war jedoch, dass die Projektierung zu wenig weit fortgeschritten war. Per Ende 2016 wurde beim Bund das  Agglomerationsprogramm 3. Generation eingereicht. Das Ziel ist es, dass der Bund möglichst viele Massnahmen in die Kategorie A anhebt – nur so fliessen die Bundesgelder. Mit einem Feedback seitens Bund ist im Jahr 2018 zu rechnen.

Bei der letzten Prüfung hat der Bund von einer maximalen Beteiligung von 40 Prozent gesprochen. Bei geschätzten Investitionskosten der Agglo-Massnahmen von bis zu 50 Mio. Franken ist das ein stattlicher Beitrag. Das mit der Investition verbundene Agglomerationsprogramm 3. Generation wurde Ende 2016 beim Bund eingereicht. Mit der Zusage des Bundes erfolgt die Mittelfreigabe ab 2019. 

Das Agglomerationsprogramm ist ein Planungsinstrument und soll gemeinde-, zum Teil auch kantons- und landesübergreifend die Verkehrssysteme der Agglomerationen verbessern und die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung koordinieren. Dazu legen die Trägerschaften das Zukunftsbild für die Agglomerationsentwicklung fest und erarbeiten entsprechende Strategien und Massnahmen. Die Massnahmen sind zeitlich zu priorisieren (A-, B- und C-Liste). Mit dem Agglomerationsprogramm stellten die Trägerschaften einen Antrag auf Bundesbeiträge für ihre Verkehrsinfrastrukturen.

Im April 2015 haben die Gemeinden und die Kantone Thurgau und St. Gallen 1.4 Mio. Franken zu Ausarbeitung von Vorprojekten und des Gestaltungsplans freigegeben. Die verschiedenen Teilprojekte wurden ausgearbeitet und im Rahmen des Agglomerationsprogramms 3. Generation beim Bund eingereicht, um damit die Mitfinanzierung durch den Bund sicherzustellen. 

Siehe auch unter Wil West Infrastruktur.

Der Autobahnanschluss Wil West ist eines der zentralen Elemente des Agglomerationsprogramms Wil 3. Generation. Ohne Autobahnzubringer kann der Entwicklungsschwerpunkt Wil West nicht realisiert werden. Seit April 2015 ist der anvisierte Standort bekannt: Zwischen den beiden Brücken etwas unterhalb des Übergangs Wiler-/Sirnacherstrasse. 

Das Schlüsselelement bildet der neue Autobahn-Vollanschluss westlich von Wil, das zweite Element umfasst ein überzeugendes Massnahmenpaket zur verkehrlichen Entlastung von Wil und das dritte Element ist die Arealentwicklung des neuen Wirtschaftsgebietes nördlich der Autobahn. Damit das Gesamtkonzept optimal wirksam umgesetzt werden kann, braucht es alle drei Elemente.

Die 2012 im Masterplan formulierten Erwartungen wurden von 4000 auf eine realistische Perspektive von 2000 neue Arbeitsplätzen angepasst. Konkret werden in Wil West neu (Expansions-)Flächen für lokale Gewerbe- und Produktionsbetriebe (Synergiepark, industrienahes Gastronomie- und Hotel Angebot usw.) zur Verfügung gestellt.

Gleichzeitig wird im aktuellen Gestaltungsplan neu von 2000 Arbeitsplätzen mit zusätzlichem Verdichtungspotential bis zu 3000 Arbeitsplätzen ausgegangen. Die Anpassung ist einerseits damit begründet, dass sich schweizweit weniger internationale Unternehmen neu ansiedeln, andererseits dass die Gebäudehöhen, entsprechend den Ansprüchen von Gewerbe- und Produktionsbetrieben, von 5 auf 3 Geschosse reduziert worden sind.

Ein massgeblicher Teil des Areals bleibt weiterhin für nationale und internationale Ansiedelungen reserviert.