Projekt Wil West

Wil West: Hohe Anforderungen an Nutzungs- und Aufenthaltsqualität

Für Wil West wurden verschiedenen Szenarien und Entwicklungsmöglichkeiten ausgelotet. Seit 2011 wurden die Ideen für Wil West stetig weiterentwickelt und konkretisiert. Der Gestaltungsplan setzt die wichtigsten Eckwerte für Grösse und Stellung der Bauten sowie Gestaltung des öffentlichen Raumes fest und bildet die Rechtsgrundlagen für weitere Bauvorhaben. Ziel ist es, dadurch gesamthaft eine möglichst hohe Qualität zu erreichen.

Der Gesamtausbau des rund 158'000 Quadratmeter grossen Areals Wil West (davon rund 103'000 m2 innerhalb der Bauzone) ist ein Generationenprojekt. Die Nutzungskonzeption und die Etappierung sollen so flexibel wie möglich gehalten werden. Damit kann auf konkrete Bedürfnisse der ansässigen Wirtschaft und möglichen Ansiedlern reagiert werden. Ein Drittel der Fläche ist für die Nutzung durch Gewerbe und KMU aus der Region geplant. Ein weiteres Drittel soll öffentlich genutzt werden und die restliche Fläche ist für Neuansiedlungen vorgesehen.

Innovationspark für Gewerbe und KMU plus "Joker" für Neuansiedlungen
Auf dem Areal soll in den nächsten Jahren eine innovative Arbeitsumgebung für Gewerbebetriebe und KMU aus der Region entstehen. Hier bekommen regionale Betriebe und Unternehmen an einem zentralen, sehr gut erschlossenen Ort Raum für Wachstum und Entwicklung. Nebst modernen Räumen finden die Betriebe hier eine gute Infrastruktur und können Synergien und Versorgungsangebote auf dem Areal gemeinsam nutzen. Das kann ein Restaurant oder Café für die nahe Verpflegung der Mitarbeitenden sein. Ideen bestehen zu innovativen Mobilitäts- und anderen Sharing-Angebote wie temporär nutzbare Co-Working-Räume. Auch diese Angebote werden sich an konkreten Bedürfnissen künftiger Nutzer ausrichten.

Für mögliche Neuansiedler hat Wil West einen entscheidenden Vorteil: Auch grosse Flächen werden am hervorragend erschlossenen Standort schnell verfügbar sein. Bauvorhaben sind daher in einem relativ kurzen Planungs- und Bewilligungsverfahren realisierbar.


Ideen zur Nutzung der verschiedenen Baufelder

Die potenziellen Nutzer für die verschiedenen Baufelder sind sehr unterschiedlich:

Auf den Baufeldern "Autobahn" sind national oder international tätige Unternehmen denkbar: zum Beispiel Firmen aus der Pharma- oder Sicherheitsbranche. Als öffentliche Nutzung wären hier Aus- und Weiterbildungszentren, z.B. für die Gesundheits- oder Automobilbranche eine Option.

Die Baufelder "an der Allee" eignen sich für national oder überregional tätige Unternehmen wie z.B. Prüflabors, Facility Management oder Planungsunternehmen.

Für regionale Produktions- und Gewerbebetriebe, beispielsweise aus Baugewerbe, Maschinenbau oder Motorfahrzeug sind die Baufelder "am Laufmeter" prädestiniert.

Die an Grünzonen angrenzenden Baufelder "Landschaft" eignen sich für öffentliche Nutzungen wie Aus- und Weiterbildung, Sport oder Freizeit.

Die Baufelder "Grossinvestor" könnte von einem Unternehmen aus den Bereichen Motorfahrzeuge, Maschinen- oder Werkzeugbau besetzt werden. Auch ein Unternehmen aus der Recycling-Branche wäre hier denkbar.

Baufelder Wil West


Städtebauliche Gestaltung und Grünstruktur

Als Beitrag zur angestrebten hohen Aufenthaltsqualität wird auf dem Areal Wil West Grünflächen eine hohe Bedeutung zugemessen. Im Osten umgibt eine Freifläche die neue Thurbo-Haltestelle und bildet so einen der Ankunftspunkte im Gebiet. Der westliche Grünraum bildet den sanften Übergang in die umgebenden Landwirtschaftsflächen. Beide Freiräume sollen von Besuchern und Beschäftigten genutzt werden können.

Die Dreibrunnenallee bildet durch die Ausgestaltung mit grossen Bäumen eine wichtige grüne Achse im Gebiet. Obwohl es sich hierbei im eigentlichen Sinne um ein Gewerbegebiet handelt, werden Plätze und Strassenräume mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen.